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Weiße Herrschaftsverhältnisse im Kontext der Rechtsberatung für geflüchtete Menschen: Wie beenden wir rassistische Strukturen?

Veranstaltungshinweis für die Sonderveranstaltung,  02.12.2014, 18 – 20 h (Unter den Linden 6, Raum 2094) .
Hinweis: Die Podiumsdiskussion findet außer einleitenden Worten ohne Mitwirkung der Refugee Law Clinic Berlin e.V. statt. 

Eine rechtliche Ausbildung im Bereich des deutschen und europäischen Asylrechts muss mit dem Verständnis geschichtlich gewordener und tradierter weißer Herrschaftsstrukturen und den daraus resultierenden strukturellen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten auf Kosten „der Anderen“ einhergehen. Andernfalls riskieren vermeintlich solidarische Projekte das unbewusste Repetieren und Perpetuieren rassistischer Strukturen durch das beispielsweise undurchdachte und unvorbereitete Vorhaben, Exkursionen in Erstaufnahmestellen von Asylbewerber_innen anzubieten.

Die kommende Veranstaltung unter Leitung von Siga Mbaragas und Jasmin Badiane soll durch die Impulsvorträge der Referent_innen Aretha  Schwarzbach-Apithy (Doktorandin der Humboldt-Universität zu Berlin) und Senfo Tonkam (Doktorand der Universität Hamburg) die Komplexität rassistischer Strukturen beleuchten und die Möglichkeiten für die contra-rassistische Arbeit und ihre Potenziale aufzeigen.

Referent_innen

Aretha Schwarzbach-Apithy:

Aretha Schwarzbach-Apithy studierte Erziehungswissenschaften an der TU und Gender Studies an der HU Berlin und ist Mitbegründerin der Schwarzen Studiumsgruppe. Für Arbeitsaufenthalt hielt sie sich u.a. in Zambia und Bolivien mit den Schwerpunkten Empowering und Dekolonisation im Kinder- und Jugendbereich auf. Sie ist Doktorantin der Erziehungswissenschaften und Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Senfo Tonkam:

Senfo Tonkam, Geflüchteter, ist Doktorand der politischen Philosophie und war u.a. als Dozent für Antirassismus und Interkulturelle Kommunikation für die Universität Hamburg tätig. 

Zu seinen Forschungsschwerpunkte zählen   die sogenannte „Entwicklungspolitik“, Ausländer-, Flüchtlings- und Asylpolitik der BRD und der EU, sowie Demokratisierungsprozesse in Afrika. Er ist Mitbegründer des „Bundesfachverbandes für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.“ und arbeitet als Sozialpädagoge in Flüchtlingsheimen mit minderjährigen und erwachsenen Geflüchteten.

Lehrveranstaltung

Gute Neuigkeiten: Nun mit Stempel und offiziellem Siegel, die Refugee Law Clinic Berlin wird ab 21.Oktober eine Vorlesung an der HU anbieten.
Infos gibts hier: http://www.rewi.hu-berlin.de/sp/kvv/
Veranstaltungsnummer 10817.

Wer Interesse hat, melde sich gerne bei uns! Eine Anmeldung ist NICHT notwendig! Es wäre aber schön, wenn ihr euch bei uns meldet, damit wir die Räumlichkeiten angemessen skalieren können.

Der Direktlink zur Veranstaltung:

https://agnes.hu-berlin.de/lupo/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=93650&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

Sexuelle Verfolgung als Asylgrund – LGBTI im deutschen Asylverfahren

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Die Refugee Law Clinic Berlin lädt ein – zum letzten Mal vor den Semesterferien…

Sexuelle Verfolgung als Asylgrund – LGBTI im deutschen Asylverfahren

Es diskutieren:
Dr. Nora Markard, M.A., Universität Bremen
Barbara Wessel, Rechtsanwältin

Für alle Vereinsmitglieder und solche, die es werden möchten: Im Anschluss an die Veranstaltung wird es Informationen geben, wie es im nächsten Semester weitergehen wird mit der Refugee Law Clinic Berlin.

15. Juli 2014 | 18:00 Uhr
Juristische Fakultät der Humboldt-Universtät zu Berlin (HU Berlin)
Raum 213
Unter den Linden 9
10117 Berlin
https://www.facebook.com/events/425090700967505/

 

Albtraum in Eisenhüttenstadt – Rechtsgrundlagen und Realität der Abschiebehaft

am 10.06.2014 19-21 Uhr

Humboldt Universität zu Berlin
Juristische Fakultät
Unter den Linden 9, Raum 213.

Es diskutieren:

Ivana Domazet,
Sprecherin des Flüchtlingsrates Brandenburg, koordiniert Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit u.a. im Erstaufnahmelager und Abschiebegefängnis Eisenhüttenstadt

Rolf Stahmann,
Rechtsanwalt, Mitglied der AG Ausländer- und Asylrecht im Ausschusses im Deutschen Anwaltverein, betreut seit 20 Jahren asyl- und aufenthaltsrechtliche Fälle, u.a. in Eisenhüttenstadt

n.n.
von Lagerwatch Eisenhüttenstadt, Netzwerk protestierender Refugees und Unterstützer_innen, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und organisiert Besuche von Inhaftierten in Abschiebehaft.